Sicherheit

Sicherheitsstufen und Normen bei Schließzylindern

Kurz gesagt: Für die Haustür zählt ein Zylinder mit Aufbohr- und Ziehschutz, der außen bündig sitzt und durch einen Schutzbeschlag abgedeckt wird. Die Normen dahinter sind DIN EN 1303 und DIN 18252, zusätzlich vergibt die VdS eigene Sicherheitsklassen (z. B. A, B und BZ).

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Die wichtigsten Normen

  • DIN EN 1303 - die europäische Norm. Sie klassifiziert Zylinder unter anderem nach Dauerhaftigkeit, Verschlusssicherheit (Anzahl der Schließvarianten) und Angriffswiderstand.
  • DIN 18252 - die ergänzende deutsche Norm speziell für Profilzylinder.
  • VdS-Klassen - die VdS (Schadenverhütung) prüft und stuft ein: A Basissicherheit, B mittlere Sicherheit. Der Zusatz Z (z. B. BZ) bedeutet, dass zusätzlich ein Ziehschutz eingebaut ist - die Schutzstufe selbst steigt dadurch nicht. Darüber hinaus gibt es höhere VdS-Klassen.

Ehrlich gesagt

Die Klassencodes sind komplex und je nach Hersteller unterschiedlich beworben. Statt dich in Ziffern zu verlieren: Achte auf die konkreten Schutzmerkmale (Bohrschutz, Ziehschutz, Kopierschutz) und ein anerkanntes Prüfzeichen. Wer es genau braucht, findet unabhängige Angriffstests unter anderem bei der Stiftung Warentest.

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Welche Stufe brauchst du?

Innen-/KellertürEinfacher Zylinder ohne Sicherheitsmerkmale reicht.
WohnungstürSolider Zylinder, gern mit Bohrschutz und Not-/Gefahrenfunktion.
Haus-/EingangstürZylinder mit Aufbohr- UND Ziehschutz + Schutzbeschlag, bündig montiert.
Hoher Anspruch / VersicherungZertifizierte Komponenten (VdS/DIN 18252) - im Zweifel Fachbetrieb.

Sicherheit ist mehr als der Zylinder

Der beste Zylinder nützt wenig, wenn die Tür schwach ist. Zur Sicherheitskette gehören: ein Schutzbeschlag, der den Zylinder abdeckt, eine stabile Schließleiste, ggf. ein Zusatzschloss und eine gesicherte Bandseite. Die Polizei (K-EINBRUCH) empfiehlt geprüfte, aufeinander abgestimmte Komponenten.

Kein Ersatz für Beratung

Dieser Ratgeber hilft bei der Auswahl - er ersetzt bei hohem Sicherheitsbedarf oder Versicherungsauflagen keine Beratung durch einen zertifizierten Fachbetrieb.

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Häufige Fragen

Welche Sicherheitsstufe braucht meine Haustür?

Für die Haustür sollte der Zylinder mindestens Aufbohr- und Ziehschutz haben, außen bündig sitzen und von einem Schutzbeschlag abgedeckt sein. Zertifizierte Komponenten nach DIN 18252 / VdS bieten mehr - bei Versicherungsauflagen einen Fachbetrieb hinzuziehen.

Was bedeuten die VdS-Klassen A, B und BZ?

VdS A steht für Basissicherheit, VdS B für mittlere Sicherheit. Der Zusatz Z (wie bei BZ) bedeutet, dass zusätzlich ein Ziehschutz eingebaut ist - die Schutzstufe selbst steigt dadurch nicht. Darüber hinaus gibt es höhere VdS-Klassen. Die VdS ist eine unabhängige Prüfstelle der Schadenverhütung.

Ist ein teurer Zylinder automatisch sicherer?

Nicht automatisch. Entscheidend sind die konkreten Schutzmerkmale (Bohr-, Zieh-, Manipulationsschutz, Kopierschutz) und die richtige Montage - ein sehr sicherer Zylinder, der 10 mm übersteht, ist angreifbar.

Weiter geht es: Aufbohr-/Ziehschutz erklärt · Schutzbeschlag · Nach Einbruch nachrüsten

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